Baby Fieber

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Fieberkrampf

06.08.09 (Krankheiten)

Fieberkrampf bei Kindern und Babys

Unter einen Fieberkrampf versteht man aus medizinischer Sicht einen zerebralen Anfall. Dieser kann mit plötzlichem Bewusstseinsverlust sowie unkontrollierten Zuckungen der Muskulatur einhergehen. In vielen Fällen flacht der Fieberkrampf innerhalb weniger Minuten von alleine wieder ab. Eltern stehen einem Fieberkrampf häufig hilflos gegenüber. Doch auch, wenn es schwerfällt, ruhig zu bleiben, so ist es doch wichtig Ruhe zu bewahren, denn nur so kann die Situation richtig eingeschätzt werden.


Circa 2 bis 5 Prozent aller Kinder in Europa sind von Fieberkrämpfen betroffen, jedoch treten diese vor dem 7. Lebensmonat und nach dem 5. Lebensjahr eher selten auf. Für Eltern ist es wichtig klar zu sehen, wie sich der Fieberkrampf entwickelt. Auch wenn Fieberkrämpfe meist sehr schlimm aussehen, so ist es doch so, dass 90 Prozent aller Fieberkrämpfe einfache Fieberkrämpfe sind und innerhalb weniger Minuten sich die Krämpfe wieder lösen. Wichtig ist es nicht zu versuchen die Zuckungen zu stoppen, da sich sonst das Kind verkrampft. Spitze Gegenstände sollten aus der Umgebung allerdings entfernt werden, da sonst Verletzungsgefahr besteht. Grundsätzlich sollte beim ersten Fieberkrampf eines Kindes der Notarzt gerufen werden, denn hier können sich auch epileptische Anfälle dahinter verbergen. Sollte nach 10 Minuten der Fieberkrampf sich nicht lösen, injiziert der Arzt ein krampflösendes Mittel.

Bei Kindern, die generell zu Fieberkrämpfen neigen, muss nicht immer ein Notarzt hinzugerufen werden, aber es sollte eine Beratung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Bei häufiger auftretenden Fieberkrämpfen sollten Eltern immer Rectiole mit einem krampflösenden Wirkstoff vorrätig haben. Nur wenn der Fieberkrampf länger als 10 Minuten andauert, sollten Eltern zu Medikamenten greifen, ansonsten ist es wichtig das Kind zu beruhigen und zu versuchen das Fieber zu senken. Sollte das Kind sich übergeben müssen, so ist die stabile Seitenlage das einzig sinnvolle, denn nur durch Erbrochenes kann bei einem Fieberkrampf Erstickungsgefahr drohen. Bei dem Krampfanfall selbst kommt es in keinem Fall zu einem Sauerstoffmangel, sodass Eltern beruhigt sein können.

Grundsätzlich sollte bei Babys, beim ersten Fieberkrampf, schnell ein Arzt hinzugezogen werden. Neigen Kinder generell zu Fieberkrämpfen genügt die Versorgung durch die Eltern, bei der die Senkung des Fiebers im Mittelpunkt stehen sollte.

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